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Neues aus dem BSSR

Hier findet ihr immer aktuelle Neuigkeiten und Berichte über unsere Aktivitäten.

Dezember 2018: Persönlicher Bericht über das Treffen des Interprofessionellen Studierendenrates im Gesundheitswesen

Am 08. und 09. Dezember 2018 bin ich mit meinem BSSR-Kollegen Néstor der Einladung der Bundesvertretung der Medizinstudierenden (bvmd) zu einem Treffen gefolgt. Medizintechniker, Pharmazeuten, Psychologen, Human-, Tier- und Zahnmediziner*innen pflegen schon länger einen regelmäßigen Austausch im sogenannten „Interprofessionellen Studierendenrat im Gesundheitswesen“ (InSiG). Durch unsere wachsende Zusammenarbeit mit den Medizinstudenten haben wir auf uns aufmerksam gemacht und nun sind die Physiotherapeut*innen durch den BundesSchüler- und StudierendenRat (BSSR) auch in diesem Rat vertreten. In Mainz anwesend waren zwei Vertreter der Medizinstudenten und jeweils eine Studierendenvertreterin für die Pharmazie (BPhD), Psychologie (PsyFaKo) und Veterinärmedizin (bvvd).

Die Vorstellungsrunde war für mich ein wichtiger Bestandteil des Treffens. Den „Anderen“ zu verstehen und sich in die Lage seiner Profession versetzen zu können, ist für mich der erste Schritt einer Annäherung. So wurden nicht nur die aktuellen Ausbildungsstrukturen angesprochen, sondern auch der Aufbau der anwesenden Organisationen. Von meiner Arbeit in PHYSIO-DEUTSCHLAND und im Gremium des BSSR bin ich eine sehr gut strukturierte und vorbereitete Arbeitsatmosphäre gewohnt. Es war interessant zu erfahren, dass beispielsweise die Psychologiestudierenden ihre Treffen sehr viel lockerer gestalten und mehr oder minder alles erst vor Ort recht spontan entschieden wird.

Dass mit Training nicht jeder dasselbe meint, konnten Néstor und ich als Vertreter der Physiotherapie auch erfahren. Für uns bedeutet Training primär körperliche  Betätigung und körperliche Leistungssteigerung. Die Vertreter der Medizinberufe meinen hiermit ein Training der kommunikativen Fähigkeiten im Sinne von Coaching. Besonders die Humanmediziner in der bvmd haben hier umfangreiche Seminare.

Schwerpunkt der beiden Tage war zukünftige gemeinsame Workshops auszugestalten. Wenn die Zusammenarbeit weiter vorangeschritten ist, sollen so beispielsweise Vertreter der Medizinstudenten auf Veranstaltungen der Physiotherapeut*innen eingeladen werden und umgekehrt. Vorstellbar sind auch spezielle interprofessionelle Veranstaltungen, welche gemeinsam geplant werden. Fazit: Es war ein spannendes Treffen und die Zusammenarbeit wird in jedem Fall fortgesetzt!

Tim Bumb vom BSSR


November 2018: BundesSchüler- und StudierendenRat von PHYSIO-DEUTSCHLAND zu Gast bei den Medizinstudierenden

Schon bei der Einladung der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) nach Rostock konnte man sich einiges denken: “ex_Machina? Medizin zwischen Mensch und Maschine”. Ob sie wirklich Angst vor der Künstlichen Intelligenz haben? Werden Maschinen, so wie mancher zu prophezeien vermag, Anamnese und Diagnostik aber auch Chirurgie und Pflege übernehmen? Ein Bericht von Néstor Nunez, dem Vertreter des BundesSchüler- und StudierendenRat von PHYSIO-DEUTSCHLAND (BSSR) auf dem Kongress der bvmd.

Viel Input und Einblicke über den Tellerrand der Physiotherapie hinaus


Extrem neugierig und gut gelaunt komme ich im Auditorium Maximum der Uni Rostock am Freitagabend an. Die erste Nacht war hart gewesen: Mein Versuch, in einer Sporthalle mit über 200 Leuten zu schlafen, die nach und nach dazu kamen, sollte scheitern. Ich schaffte es früh zum Frühstück, und dann zu meinem ersten Workshop: „Wie du es schaffst, alles zu schaffen”. Eigentlich wollte ich zu einem anderen: „Problemorientiertes Lernen goes Digital”, es gab aber eine Last-minute-Änderung der Räumlichkeiten, die ich nicht mitbekommen habe, und nun durfte ich bei Pauline (für immer) lernen: „If it´s on your mind, your mind isn´t clear” und „Was in weniger als zwei Minuten erledigt ist, wird sofort gemacht!” Ein intensiver Workshop über Produktivität.

Für mich geht es um 15 Uhr weiter: „Medizin für Theoretiker: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in Forschung und Praxis” bei Olaf Wolkenhauer. Ein super Vortrag über interdisziplinäre Kooperationen von Informatikern, Mathematikern und Ingenieuren in der biomedizinischen und klinischen Forschung. „Die Digitalisierung von klinischen Informationen und Patientendaten öffnet neue Felder für die Anwendung von Methoden der Künstlichen Intelligenz. Es gibt bereits beeindruckende Beispiele aus der Forschung, aber auch Gründe sich dem Hype vorsichtig gegenüber zu stellen.”

"Patient as a Person: how to keep the human touch in a tech age" bei Matthijs Bosveld. Das war Samstagabend. "Der Patient als Person" – wichtiges Thema.

"Healthcare policy makers, medical doctors and paramedical professionals should always keep compassion and empathy at the core.” Mitgefühl und Empathie. Ja, das ist der gute Weg. Im Workshop von Matthijs Bosveld ging es auch darum, wie der Patient mit seinen Erfahrungen im Edukationsprozess miteinbezogen werden kann. Statt der klassischen, kalten Atmosphäre bei der Anamnese suggeriert er mit seinem mittlerweile an Universitäten unterrichteten Modell aus einem ehrlichen, freundlichen Interesse heraus, Fragen nach der Lebensqualität des Patienten zu stellen. Ein Formular wurde dafür entwickelt, welches zu Hause ausgefüllt wird und dem Patienten hilft, sich der möglichen psycho-sozialen Ursachen seines Leidens bewusst zu werden. 22 Uhr. Diesmal ging es früher ins Bett.

Fast ausgeschlafen ging es Sonntagmorgen weiter: „Götter in Weiß, Pferdeschmuser und Pillendreher: Vorurteile im interprofessionellen Umfeld”. Umwerfend. Von 9:30 bis 11:00 Uhr fand ein sehr ehrlicher Austausch zwischen den 12 Teilnehmern des Workshops statt: „Elite-Medis“, „Prinzessinnen-Vetis“, „Crazy-Psychos“, „Massage-Physios“ redeten über sich und über „Porsche-Zahnis“ und „Hexen-Pharmies“. Alles Vorurteile oder was? Viel wissen wir eigentlich nicht voneinander, über die Bedürfnisse und noch weniger über die Berufe der Anderen. Ist das der Startpunkt der Interprofessionalität? Die Basis der wahren Mitarbeit auf Augenhöhe? Leider war die Zeit zu knapp, aber wir haben den Dialog am 8. bis 9. Dezember in Mainz auf dem Treffen des Interprofessionellen Studierendenrates im Gesundheitswesen (InSiG) fortgesetzt.

66 Workshops und 14 Fachvorträge mit Referenten aus aller Welt, über 30 Organisatoren, ein Jahr Vorbereitung: Die Abschlussrede der bvmd-Vorstandmitglieder war sehr bewegend. Aus der Podiumsdiskussion am Ende vom Kongress blieb mir mehr als Hoffnung: Die Gewissheit, dass wir Menschen es erreichen können, uns nicht in den Gefahren der Künstlichen Intelligenz zu verlieren, sondern gemeinsam erwachsen zu werden. In einem Punkt scheinen sich alle Teilnehmer der Podiumsdiskussion einig zu sein: Es kommen ethische, politische und soziale Herausforderungen auf uns zu. Herausforderungen, die eine nicht vorhergesehene Dynamik brauchen und die Bereitschaft miteinander zu kommunizieren, zu kooperieren und zu handeln. Wir – Mitglieder des Gesundheitswesens – tragen größte Verantwortung für uns selbst zu entdecken, was es bedeutet Mensch zu sein und aus dieser Erkenntnis für unseren Mitmenschen Sorge zu tragen.

Euer Néstor vom BundesSchüler- und StudierendenRat

Dezember 2018: Unterwegs mit dem BundesSchüler- und StudierendenRat von PHYSIO-DEUTSCHLAND

Mitglieder des BundesSchüler- und StudierendenRates (BSSR) von PHYSIO-DEUTSCHLAND engagieren sich bundesweit. Wir setzen uns ein für die Interessen der Schüler*innen und Studierenden in der Physiotherapie. Um euch mal einen kleinen Einblick in die Aktivitäten zu geben, liefern wir euch drei Kurzberichte zu Veranstaltungen mit Beteiligung des BSSR.

November 2018: Großes "Helau" beim Treffen der Junioren und Studierenden in Mainz

Um Punkt 11:11 Uhr am 11.11.2018 schlugen die Glocken der Mainzer Kirchtürme. Die 5. Jahreszeit hatte begonnen. Nur wenige Minuten später lief eine Giraffe, gestützt von einem Polizisten und einem Schwein, am Hotelfenster vorbei. Innendrin lief gerade das Treffen des BundesSchüler- und StudierendenRat (BSSR) schon den zweiten Tag auf Hochtouren.

Dezember 2017: BundesSchüler- und StudierendenRat von PHYSIO-DEUTSCHLAND interprofessionell unterwegs

Anna-Lena Busson und Alexander Stirner haben PHYSIO-DEUTSCHLAND Ende Oktober 2017 auf dem interprofessionellen Workshop der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) vertreten. 

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