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Schmerzen im Becken (Chronic Pelvic Pain Syndrome, CPPS)

Was ist chronischer Beckenschmerz?

Chronische Beckenschmerzen können sowohl bei Frauen als auch bei Männern auftreten. Manche Studien schätzen, dass circa 14,7 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter an Beckenschmerzen leiden. Doch auch bei den Männern ist diese Diagnose häufig. Die Hauptsymptomatik sind Schmerzen im Genitalbereich und gesamten Beckenbereich. Dies geht jedoch auch häufig einher mit Drang- und/oder Belastungsinkontinenz, verzögertem und schwachem Urinstrahl, Verstopfung und möglichen Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Mögliche Ursachen

Sind Entzündungen oder andere akute Ursachen für das Schmerzgeschehen ausgeschlossen, ist es möglich, dass die Beckenbodenmuskulatur eine zu hohe Spannung aufweist. Auch das Bindegewebe im Beckenbereich kann eine zu hohe Spannung haben. Verbunden mit dieser zu starken Spannung finden sich häufig auch Änderungen der Beweglichkeit im Steißbein, den Iliosakralgelenken, der Lendenwirbelsäule oder den Hüftgelenken. Manchmal kann eine Operation die Ursache von chronischen Beckenschmerzen sein.

Wann hilft die Physiotherapeutin, der Physiotherapeut?

Liegt die Ursache der Schmerzen in zu hoher Spannung der Beckenbodenmuskulatur und/oder der beckenumgebenden Muskulatur, so kann diese Spannung mithilfe von Physiotherapie reduziert werden. Auch Einschränkungen der Gelenke können therapiert werden. Die physiotherapeutische Behandlung befähigt betroffene Frauen und Männer, sich mit ihrer Situation auseinanderzusetzen und eigenverantwortlich ein gezieltes körperliches Training durchzuführen.

Das erwartet die Patientin, den Patienten

  • manuelle Techniken zur Verbesserung der zu hohen Spannung der Muskulatur und des Bindegewebes im Beckenbereich  und Techniken zur Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit

  • Eigenübungen zur Verbesserung der zu hohen Spannung und der Gelenkbeweglichkeit

  • eventuell ein Entspannungstraining

  • Schulung eines gesunden Bewegungsverhaltens

  • Nutzung von Hilfsmitteln

  • bei Bedarf Biofeedback-Therapie, eventuell auch Elektrostimulation

Weitere Informationen:

Mehr Informationen zu dem Thema Beckenboden bekommen Sie bei Ihrer Physiotherapeutin, Ihrem Physiotherapeuten. Sie finden geschulte Physiotherapeuten in Ihrer Nähe über die "Therapeutensuche" und auf der Homepage der AG GGUP unter www.ag-ggup.de