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08.11.2016

Atmen ist nicht selbstverständlich: Welt-COPD-Tag

Am 9. November 2016 ist Welt-COPD-Tag. Anlässlich dieses Tages informiert PHYSIO-DEUTSCHLAND über die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD).

COPD ist die Abkürzung für den englischen Begriff "Chronic Obstructive Pulmonary Disease", übersetzt bedeutet es: chronisch-obstruktive Lungenerkrankung. Es ist ein Sammelbegriff für die chronisch obstruktive Bronchitis mit und ohne Lungenemphysem. Die unteren Atemwege sind entzündet, die kleinsten Atemwege und Lungenbläschen sind instabil und überbläht. Lungengewebe geht zu Grunde. Husten, Auswurf, Atemnot insbesondere bei körperlicher Belastung sind die Folge.

Die Erkrankung tritt vor allem im Erwachsenenalter auf. Waren früher vor allem Männer betroffen, leiden nun auch immer mehr Frauen an COPD. Die Forscher führen dies auf die zunehmende Anzahl an Raucherinnen zurück. Schätzungsweise vier Millionen Deutsche sind an COPD erkrankt, bei den über 70jährigen sind es mehr als 25 Prozent. Laut einer WHO Prognose ist die COPD 2030 weltweit die dritthäufigste Todesursache.

Physiotherapie mit hohem Nutzen

COPD ist nicht heilbar, doch lässt sich der Verlauf der Erkrankung beeinflussen.

Neben der medikamentösen Behandlung zählt die Physiotherapie zu den erfolgversprechenden Maßnahmen: Sie soll erschwerte Atmung insbesondere die Ausatmung erleichtern, Bronchialschleim lösen und entfernen, Hustenattacken lindern, Atemmuskulatur kräftigen und die Belastbarkeit verbessern. Die Patienten erlernen  Atem- und Bewegungsübungen. Sogenannte Selbsthilfetechniken unterstützen das Selbstmanagement dieser chronischen Erkrankung. Auch ein veränderter Lebensstil (kein Rauchen, gesunde Ernährung, viel Bewegung) trägt dazu bei, dass die Krankheit nicht weiter fortschreitet, und die Lebensqualität wieder steigt.

 

Weitere Informationen

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