15.10.2006
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Bundesverband
SICHER und INFORMIERT
Illegale Karten zur EM 2008 im Internet angeboten / Erneute Welle von Lockanrufen
Was heute gilt, ist morgen schon wieder Schnee von gestern - leider stimmt dieser Satz auch für viele Bereiche der IT-Sicherheit. So haben viele von uns einmal gelernt, dass man sich vor Infektionen mit Viren und Würmern schon dadurch schützen kann, dass man keine verdächtigen
Dateien öffnet. Ein Irrtum: Heute kann schon das bloße Ansehen einer von Hackern manipulierten Webseite ausreichen, um Computerschädlinge auf PC oder Laptop zu laden. \"Updates\" für das eigene Wissen sind also mindestens ebenso wichtig wie die laufenden Sicherheitsaktualisierungen für Betriebssystem und Internetbrowser.
Illegale Karten zur EM 2008 im Internet angeboten
Foulspiel
Wie schon die vergangene Fußballweltmeisterschaft sorgt nun auch die Europameisterschaft 2008 für Wirbel im Netz. Wie die Tiroler Tageszeitung [ www.tt.com ] berichtet, werden derzeit illegale Tickets für das Fussball-Ereignis im Internet angeboten - und das zu Preisen, die dreimal so hoch sind wie im normalen Handel. Zahlbar sind die Karten per Vorauskasse. Die Europäische Fussball-Union (ÜFA) betont, dass offizielle Karten ausschliesslich über die UEFA-Homepage zu erwerben sind. Die Vereinigung will nun rechtliche Schritte gegen die Betreiber der illegalen Seiten einleiten.
Erneute Welle von Lockanrufen
Teure Verbindung
Derzeit versuchen Betrüger erneut durch Lockanrufe über das Festnetz an das große Geld zu kommen. Dies berichtet die Infoseite Dialerschutz [ www.dialerschutz.de ]. Das Telefon klingelt, man nimmt ab und hört die Bandansage \"Sie haben einen Barpreis von bis zu 3000 Euro oder einen Sachpreis von bis zu 1500 Euro gewonnen\". Wird die dann genannte 0900-Nummer angerufen, über die es angeblich weitere Infos zum Gewinn geben soll, werden bis zu 60 Euro Telefongebühr fällig, wenn die dortige Ansage bis zum Ende abgehört wird. Betroffene sollten sich an die Bundesnetzagentur [ www.bundesnetzagentur.de ] wenden, damit die betroffenen Nummern gesperrt werden kann.
Masche beim Werben von \"Finanzagenten\"
Gefährliche Überzahlung
Online-Geldwäsche ist kein Kavaliersdelikt - das wurde mittlerweile auch schon durch Gerichtsurteile klargestellt. In Österreich kursiert nach Angaben der Arbeitsgruppe Identitätsschutz im Internet [ www.a-i3.org/content/view/879/28/ ] derzeit eine neue Version, bei der den \"Finanzmanagern\" möglicherweise gar nicht klar wird, dass sie illegal Geldbeträge verschieben: Mit Spam-Mails werden Mitteilungen verschickt, in denen ein angeblicher Lottogewinn von 230,01 Euro verkündet wird. Sobald persönliche Daten und Kontonummern bekannt gegeben werden, landen dort allerdings wesentlich höhere Beträge. Diese Überzahlung soll dann von den Empfängern via Western Union Moneytransfer nach Lettland oder Russland überwiesen werden. Die Erfahrung zeigt, dass derartige Betrugsmaschen, wenn sie sich im Ausland bewährt haben, auch in Deutschland zum Einsatz kommen. Empfänger derartiger \"Gewinnnachrichten\" sollten diese sofort löschen und nicht darauf reagieren.
Die Informationen werden vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, www.bsi.bund.de, mit größter Sorgfalt recherchiert und aufbereitet. Dennoch kann eine Gewähr oder Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit nicht übernommen werden.