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12.07.2007

Die Medizin wird weiblich - nicht ohne Einfluss auf den Arztberuf

Familienfreundliche Maßnahmen in Praxis und Klinik werden wichtiger

Die Zahl der Ärztinnen in Deutschland steigt seit Jahren stetig. Das sollte und muss sich in den Arbeitsbedingungen in Praxis und Krankenhäusern widerspiegeln, wenn die gut ausgebildeten Frauen in der Patientenversorgung bleiben sollen.

Zwischen 1991 und 2006 ist nach Angaben der Bundesärztekammer der Frauenanteil bei den Ärzten von 33,6 auf 40 Prozent gestiegen. Zudem sind 52 Prozent der Medizinstudenten weiblich. Den meisten angehenden Medizinerinnen schwebt dabei vor, Beruf und Familie zu vereinbaren, wie unter anderem Gespräche zeigen, die die "Ärzte Zeitung" mit Studentinnen geführt hat.

Und gerade in dieser Hinsicht wird sich in den kommenden Jahren einiges ändern müssen, meint zum Beispiel die Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes Dr. Astrid Bühren: "Auf Dauer ist die Versorgung in der Fläche nur mit familienfreundlichen Maßnahmen zu gewährleisten", ist sie überzeugt.

Dazu zählt sie bei niedergelassenen Ärzten bessere Ausnahmeregelungen für Schwangere und junge Eltern im Notdienst. In Kliniken seien flexiblere Arbeitszeitmodelle gefragt, aber auch deutlich mehr Plätze für die Kinderbetreuung gefragt.

Quelle: Ärzte Zeitung