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14.03.2017

Aktuelle Arbeitsmarktdaten veröffentlicht – Fachkräftemangel in der Physiotherapie mehr als deutlich!

Die Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit bestätigt, was wir alle aus der täglichen Praxis wissen: Es gibt deutlich mehr offene Stellen in der Physiotherapie als Bewerber.

Der Fachkräftemangel in der Physiotherapie hat schon heute Auswirkungen auf die flächendeckende und wohnortnahe Patientenversorgung. Die Fakten belegen dies nun einmal mehr, warum es Wartezeiten für Patienten gibt oder beispielsweise auch Hausbesuche nicht mehr zeitnah stattfinden können.

Im Februar 2017 sank die Zahl der arbeitslosen Physiotherapeuten auf den historischen Tiefstand von 1.637. Das sind 7,3 Prozent weniger als im Februar 2016. Im Gegenzug stieg die Zahl der offenen Stellen um knapp zehn Prozent auf 5.371.

Sinkende Schülerzahlen bei gleichzeitig steigendem Bedarf an Physiotherapeuten in der Versorgung der Patienten. Dazu eine oftmals prekäre finanzielle Situation der Kolleginnen und Kollegen im ambulanten Bereich. All das sind Fakten, die wir seit unserer Kampagne für 38,7 Prozent mehr kontinuierlich an die Politik herantragen. Die Politik hat verstanden, was auf dem Spiel steht und erste Maßnahmen mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (Stichwort "Preisuntergrenzenregelung") und dem ab April geltenden Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (Stichwort "Wegfall der Grundlohnsummenbindung für drei Jahre") eingeleitet. Das sind Teilerfolge für die Physiotherapie, die erste Verbesserungen für uns bringen.

"Wir werden nicht nachlassen und weitere Verbesserungen für unseren Beruf fordern. Dazu nutzen wir auch den Bundestagswahlkampf in diesem Jahr. Die Physiotherapie muss als Beruf attraktiver werden, um die Patientenversorgung zu sichern. Dazu haben wir konkrete Forderungen und belegen diese gegenüber unseren Gesprächspartnern auf Bundes- und Landesebene mit Fakten", erklärt Andrea Rädlein, Vorsitzende von PHYSIO-DEUTSCHLAND.