Ärzte Zeitung: NRW plant neue Studiengänge für Nicht-Ärzte
DÜSSELDORF (iss). Nordrhein-Westfalen macht sich für die akademische Ausbildung für nichtärztliche Gesundheitsberufe stark. Eine entsprechende Bundesratsinitiative hat das Kabinett beschlossen.
"Wir kümmern uns darum, dass die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung auch in Zukunft gesichert und weiter verbessert wird und schaffen jungen Menschen so weitere berufliche Perspektiven", sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).
Während es bislang lediglich in Pflegeberufen Modellstudiengänge gibt, sollen sie nach dem Willen der Landesregierung künftig auch Hebammen, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden und Rettungsassistenten offen stehen. Dafür müsse der Bund die Voraussetzungen schaffen. "Wir eröffnen jungen Menschen so in der wachsenden Gesundheitsbranche durch Studiengänge in nichtärztlichen Heilberufen neue berufliche Perspektiven", sagte der Minister.
Da das Gesundheitswesen immer komplexer werde, würden in diesen Berufen immer mehr Spezialisten gesucht. Bislang seien nach der Fachschulausbildung aber lediglich Weiterbildungsstudiengänge vorgesehen. "Wenn diese Berufe auf Dauer für junge Menschen attraktiv bleiben und auch berufliche Karrieren weiter fördern sollen, darf eine akademische Qualifizierung kein Tabu mehr sein", betonte Laumann
Ärzte Zeitung vom 16.04.2008