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03.07.2008 – Bundesverband

Barmer: Versorgungsmanagement für Rückenpatienten

Gesundheitsreport 2008 stellt Rückengesundheit in den Fokus

Mit Versorgungsmanagement, gezielter Information und Beratung sowie einem Ausbau des betrieblichen Gesundheitsmanagements will die Barmer der steigenden Zahl von Patienten mit chronischen Rückenbeschwerden begegnen.

Bei Berufstätigen zwischen 45 und 59 Jahren machen chronische Rückenbeschwerden 60,2 Prozent aller Arbeitsunfähigkeits-Tage (AU-Tage) unter den Muskel-Skelett-Erkrankungen aus. Bei der Altersgruppe bis 29 Jahre sind es gerade 5,1 Prozent. Hinter diesen Zahlen steht ein hoher Leidensdruck, so Birgit Fischer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer, bei der Vorstellung des Barmer-Gesundheitsreports 2008 vor der Presse in Düsseldorf. Der Bericht analysiert das AU-Geschehen von 1,4 Millionen bei der Barmer versicherten Beschäftigten, die im Jahr 2007 in 2,73 Millionen Fällen krankheitsbedingt der Arbeit fernbleiben mussten.

Versorgungsmanagement soll Patienten einen reibungslosen Übergang zwischen verschiedenen Leistungsbereichen ermöglichen, so Fischer. In Westfalen werde im August ein Projekt starten, mit dem die Barmer Versicherte mit Rückenbeschwerden bereits nach der Diagnosestellung beim behandelnden Arzt kontaktiere. Dabei erhalten die Versicherten zunächst eine Übersicht von Angeboten der Barmer, die dem Patienten neben der medizinischen Behandlung helfen, schnell wieder in den Alltag zurückzukehren. Das könne Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten Krankengymnasten sein.

Die Barmer wolle für dieses Projekt alle an der Behandlung beteiligten Leistungserbringer ins Boot holen. Ganz wichtig ist uns dabei, so Fischer, dass wir uns in die medizinische Behandlung nicht einmischen und das Arzt-Patienten-Verhältnis nicht stören.

Zahlen und Fakten aus dem Barmer-Gesundheitsreport 2008

  • Der Krankenstand lag 2007 bei der BARMER durchschnittlich bei 3,7 Prozent und blieb damit gegenüber dem Vorjahr gleich bleibend niedrig. Die Erkrankungsdauer lag im Mittel bei 13,5 Tagen. (2006 13,6).
  • Im Jahr 2007 entfielen von allen krankheitsbedingten Fehltagen auf Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems 23,5 Prozent, auf psychische und Verhaltensstörungen 15,8 Prozent, auf Erkrankungen der Atemwege 15,1 Prozent und auf Verletzungen und Vergiftungen 8,3 Prozent.
  • Die durchschnittliche Erkrankungsdauer betrug für Krebserkrankungen 40,6 Tage, psychische und Verhaltensstörungen 35,3 Tage sowie für Muskel-Skelett-Erkrankungen, Krankheiten des Kreislaufsystems und Verletzungen und Vergiftungen jeweils 19,7 Tage.
  • Von den zehn häufigsten der 124 bei der BARMER versicherten Berufsgruppen wiesen Sozialarbeiter mit 4,5, Krankenpfleger mit 4,4 und Verkäuferinnen mit 4,3 Prozent die höchsten Krankenstände auf. Die niedrigsten Raten fanden sich bei Bankfachleuten mit 3,0, Erzieherinnen mit 3,2 und Sprechstundenhelferinnen mit 3,2 Prozent.

Weitere Informationen zum Gesundheitsreport 2008 der BARMER finden Sie hier 

sowie die PDF im Anhang