14.07.2005
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Bundesverband
Gezielte Physiotherapie verbessert die Beweglichkeit bei Arthrose
Ärztezeitung: Krankengymnastische Übungen und Sport durchbrechen bei Arthrose-Patienten den Teufelskreis aus Muskelabbau, Schmerzzunahme, Abnahme der Aktivität und weiterem Muskelabbau.
Bewegung - in Form von gezielter Physiotherapie oder generellem Fitnesstraining - ist in der Arthrose-Therapie besonders wichtig. Denn so können die Beweglichkeit der Gelenke verbessert sowie verkürzte Band- und Muskelstrukturen gedehnt werden, berichtet die Ärztezeitung vom 11.07.2004. Zudem werden die Gelenke-stabilisierenden Muskeln gestärkt. Krankengymnastische Übungen und Sport durchbrechen bei Arthrose-Patienten den Teufelskreis aus Muskelabbau, Schmerzzunahme, Abnahme der Aktivität und weiterem Muskelabbau. Belegt wurde dies zum Beispiel in einer Untersuchung von Forschern aus Nottingham, Großbritannien (MMW 43, 2004, 19). Hierzu wurden elf Studien zum Nutzen körperlicher Betätigung wie Walking und Muskeltraining bei Kniearthrose analysiert, so die Ärztezeitung. Dabei verringerten sich bei regelmäßigem Walking die Schmerzscore-Werte um 17 Prozent, bei Muskeltraining um sieben Prozent.
Als physiotherapeutische Maßnahmen hat die Deutsche Rheuma-Liga ein spezielles Bewegungstraining - das Funktionstraining - entwickelt. Die Krankenkassen übernehmen zum Beispiel bei Arthrose die Kosten des Trainings bis zu zwei Jahre lang. (Infos unter www.rheuma-liga.de). Patienten mit akuter Gelenkreizung profitieren von einer Kältebehandlung. Geeignet sind kalte Moor- oder Eispackungen sowie Eisabrieb oder Kaltluft. Häufig bekommen Patienten vor einer krankengymnastischen Übungseinheit eine Kälteanwendung, da diese die Schmerzschwelle anhebt. Bei entzündungsfreier Gelenkabnutzung können örtliche Wärmeanwendungen helfen. Die Wärme wirkt muskelentspannend, durchblutungsfördernd und schmerzlindernd, berichtet die Ärztezeitung.