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08.04.2006 – Bundesverband

Greifen trotz Querschnittlähmung - ein Zuwachs an Selbständigkeit und Lebensqualität

Internationales Symposium zur Rekonstruktion der Handfunktion bei Tetraplegie in der Orthopädischen Klinik Markgröningen vom 07. - 08. April 2006
Vom 7. bis 8. April 2006 findet in der Orthopädischen Klinik Markgröningen das Internationales Symposium zur Hand des Tetraplegikers statt. Die wissenschaftliche Leitung haben Dr. Schaetz und PD Dr. Haerle, Chefärzte der Klinik. Ausgewiesene internationale Experten, insbesondere Professor Hentz aus Stanford/USA und Dr. Leclerq aus Paris werden die Tagung gestalten. Unter anderen hat die Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie die Schirmherrschaft übernommen. Tetraplegiker, also Querschnittgelähmte, bei denen Beine und Arme von der Lähmung betroffen sind, benötigen bei vielen Verrichtungen des täglichen Lebens ständige Hilfe von Verwandten oder anderen Pflegepersonen. Eine selbständige Lebensführung ist nahezu unmöglich. Diese Einschränkung kann durch operative Maßnahmen zur Rekonstruktion der Stütz- und Haltefunktionen wesentlich verbessert werden. Auch die Greiffunktion der Hände kann durch operative Maßnahmen ermöglicht werden. Hierbei werden unter anderem noch innervierte, also aktive Muskeln und ihre Sehnen so umgesetzt, dass sie eine sinnvolle Stütz- bzw. Greiffunktion ermöglichen. Diese operativen Verfahren sind mittlerweile gut erprobt und werden durch enge internationale Zusammenarbeit ständig überwacht und verbessert. In Deutschland hat diese Form rekonstruktiver Handchirurgie bisher wenig Beachtung gefunden. Angestrebt wird durch das Symposium nun eine verbesserte öffentliche Wahrnehmung dieser Möglichkeiten. Auch operative Ergebnisse aus Deutschland und der Schweiz werden vorgestellt werden./ Informationsdienst Wissenschaft - idw - Nähere Informationen sowie das Programm finden sich unter <www.okm.de>.