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16.04.2008 – Bundesverband

NRW: Grünes Licht für Physiotherapeuten und weitere nichtärztliche Gesundheitsberufe zur akademischen Ausbildung. - Ein weiterer Schritt zur Akademisierung der Physiotherapie

Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Hebammen und Rettungsassistenten sollen in der Berufsausbildung künftig ein Studium absolvieren.

„Wir eröffnen jungen Menschen so in der wachsenden Gesundheitsbranche durch Studiengänge in nichtärztlichen Heilberufen neue berufliche Perspektiven“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. Zuvor hatte das Landeskabinett eine NRW-Bundesratsinitiative für die Erprobung weiterer akademischer Ausbildungen beschlossen. Bislang waren Modellstudiengänge lediglich den Pflegeberufen vorbehalten.

Das Gesundheitswesen werde immer komplexer und anspruchsvoller, so Karl-Josef Laumann. „Dadurch werden immer mehr Spezialisten nicht nur in den Arztberufen, sondern auch in den nichtärztlichen Heilberufen gesucht.“ Bislang waren in diesen Berufen nach Fachschulausbildungen lediglich Weiterbildungsstudiengänge möglich.» Nun soll die akademische Ausbildung erprobt werden.

Vor genau einem Jahr hat Ministerpräsident Dr. Rüttgers angekündigt, eine Fachhochschule für Gesundheit in Nordrhein-Westfalen etablieren zu wollen. An dieser sollten auch Studiengänge für Medizinalfachberufe angesiedelt werden – und in NRW gibt es immerhin über 40 Schulen, an denen Physiotherapeuten ausgebildet werden, genug Potenzial also zur Nachfrage von Studienplätzen.

Auf dem 2. Gesundheitskongresses des Westens am 2. April in Essen hielt sich Wissenschafts- und Innovationsministers Dr. Pinkwart noch sehr bedeckt. Umso größer war die Überraschung.

Das berufspolitische Engagement des ZVK für die Akademisierung und Professionalisierung der Physiotherapie des Berufstandes hat sich wieder einmal bewährt.