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07.05.2026 – Regionalverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland

Politischer Fahrplan zur GKV-Reform: Physio Deutschland verstärkt Gespräche in Berlin

Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz steht aktuell im Mittelpunkt der berufspolitischen Arbeit von Physio Deutschland in Berlin. Bis Mitte Juli soll das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen sein. Physio Deutschland nutzt die kommenden Wochen intensiv für Gespräche mit politischen Entscheider*innen – mit einem klaren Ziel: die Physiotherapie stärken statt zu schwächen.

Die politische Diskussion in Berlin nimmt Fahrt auf: Mit dem GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz steht aktuell im Zentrum der berufspolitischen Arbeit von Physio Deutschland. Das Spargesetz hat direkte Auswirkungen auf die physiotherapeutische Versorgung, die Arbeitsbedingungen in den Praxen und die Zukunft des Berufsstandes.

Der neue Bundesvorstand von Physio Deutschland – bestehend aus Marc Akel, Alexander Stirner und Marc Zeller – nutzt deshalb die kommenden Wochen intensiv für Gespräche mit politischen Entscheider*innen in Berlin. Gemeinsam mit dem Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) setzt sich Physio Deutschland für notwendige Anpassungen der aktuellen politischen Pläne ein.

Aus Sicht des Verbandes besteht die Gefahr, dass die derzeit diskutierten Maßnahmen die physiotherapeutische Versorgung schwächen und Patient*innen zusätzlich belasten. Dabei sind die Folgen absehbar: spätere oder abgebrochene Behandlungen, zunehmende Chronifizierungen, steigende Krankenstände und mehr stationäre Aufenthalte.

Gleichzeitig erleben viele physiotherapeutische Praxen bereits heute eine enorme wirtschaftliche Belastung. Steigende Löhne, hohe Miet- und Energiekosten, ein massiver Fachkräftemangel sowie die zunehmende Ungleichheit zwischen ambulanter und stationärer Vergütung verschärfen die Situation zusätzlich.

„Wer bei Therapie spart und Patient*innen stärker belastet, nimmt bewusst höhere Folgekosten in Kauf“, macht Marc Akel deutlich. Eine Reform, die diese Realität ignoriere, schade nicht nur den Praxen und Beschäftigten, sondern dem gesamten Gesundheitssystem.

      

Der politische Zeitplan im Überblick

Der Zeitplan der Bundesregierung ist eng gesteckt. Bereits wenige Wochen nach Veröffentlichung des Referentenentwurfs soll das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen sein:

  • 16. April 2026: Veröffentlichung des Referentenentwurfs
  • 20. April 2026: Verbändeanhörung
  • 29. April 2026: Beschluss des Bundeskabinetts
  • 11. Juni 2026: 1. Lesung im Bundestag
  • 12. Juni 2026: 1. Durchgang im Bundesrat
  • 26. Juni 2026: 2. und 3. Lesung im Bundestag
  • 10. Juli 2026: 2. Durchgang im Bundesrat

Ziel der Bundesregierung ist es, das Gesetz noch vor der parlamentarischen Sommerpause zu verabschieden und in Kraft treten zu lassen.

Für Physio Deutschland ist klar: Physiotherapie ist ein zentraler Bestandteil einer funktionierenden Gesundheitsversorgung. Statt Einschnitten braucht es nachhaltige Lösungen, die Versorgung sichern, Praxen stärken und den Beruf zukunftsfähig machen.