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19.01.2026 – Bundesverband

Weltkrebstag 2026: Physiotherapie rückt in den Fokus der onkologischen Nachsorge

Zum Weltkrebstag am 4. Februar 2026 macht Physio Deutschland mit einer Pressemitteilung auf die zentrale Bedeutung der Physiotherapie in der Krebsnachsorge aufmerksam. Die aktuelle Evidenz ist eindeutig: Bewegungstherapie verbessert nachweislich Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und psychisches Wohlbefinden von Menschen während und nach einer Krebserkrankung. Sie reduziert therapiebedingte Nebenwirkungen wie Fatigue, Angst, Depression sowie Einschränkungen der körperlichen Funktion.

Ein Schwerpunkt liegt auf der neuen S3‑Leitlinie „Bewegungstherapie bei onkologischen Erkrankungen“, die derzeit erstellt wird. Sie basiert auf mehr als 800 randomisierten kontrollierten Studien und soll erstmals verbindliche Empfehlungen geben, wie Training individuell angepasst werden sollte – abhängig von Diagnose, Therapiephase und Leistungsstand. Internationale Empfehlungen zeigen ebenfalls klar: Regelmäßiges moderates Ausdauertraining kombiniert mit Krafttraining ist sicher und wirkungsvoll und sollte ein fester Bestandteil der Krebsnachsorge sein.

Ulla Henscher, Physiotherapeutin mit onkologischem Schwerpunkt und Mitglied bei Physio Deutschland, betont:

„Physiotherapie vereint körperliche, psychische und soziale Aspekte und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zu einem würdevollen Leben mit und nach Krebs.“

Angesichts der hohen Zahl an Krebsüberlebenden in Deutschland – über 1,88 Millionen Menschen leben mit einer 5‑Jahres‑Krebsdiagnose – fordert Physio Deutschland den Ausbau einer guten flächendeckenden Versorgung durch onkologisch spezialisierte Physiotherapeut*innen sowie die feste Verankerung von Bewegungstherapie in allen Versorgungspfaden.

Weitere Informationen und die vollständige Pressemitteilung, die wir bereits an unseren Medienverteiler versendet haben, findet ihr bei uns im Pressebereich